GEIST VOLL LEBEN SEIT 950 JAHREN
Mit der Entzündung der Jubiläumskerze mit dem (Friedens-)Licht bei der Krippe am Silvesterabend 2025 eröffnete Abt Alfred im Kreis der Mitbrüder feierlich das Jubiläumsjahr 950 Jahre Stift St. Lambrecht. Inmitten einer großen Festgemeinde wurde dieser symbolträchtige Moment begangen, der den Übergang ins Jubiläum und somit ins neue Jahr 2026 sichtbar machte: Das wahre Licht kam in die Welt und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst. (Vgl. Johannesprolog)
Ausgehend von der Krippe wurde deutlich, wofür das Kloster seit fast einem Jahrtausend steht: als Ort der Gottsuche, der Raum schafft für (inneren) Frieden und Angenommensein und so hineinwirkt in die Zeit. In all dem Tun und Schaffen ist der Herzschlag jedes benediktinischen Klosters das regelmäßige gemeinsame Gebet der Mönche (mit den Gästen), das Hören des Wortes Gottes und die Treue zur Gemeinschaft und zum Ort. Gerade in einer von Umbrüchen gezeichneten Welt setzen alle Klöster ein bleibendes Zeichen der Hoffnung.
Der Beginn des Jubiläums lädt dazu ein, neu auf Christus (in der Krippe) zu blicken und sich von der Freude des Lichts berühren zu lassen. Das Licht des Klosters leuchtet – trotz aller Herausforderungen der Geschichte – bis heute weiter.
Ein aufrechter Dank gilt dem Gemischten Chor St. Lambrecht und dem Kirchenchor Mariahof, die für diesen Gottesdienst gemeinsam unter der Leitung von Wilfried Ofner standen sowie der Organistin Monika Rieger, den MusikerInnen und den MinistrantInnen aus den Pfarren des Seelsorgeraums St. Lambrecht: Laßnitz, Mariahof, Perchau und Zeutschach.
Das umfangreiche Jubiläumsprogramm versteht sich als Einladung, das Stift St. Lambrecht neu und bewusst anders kennenzulernen: als geistlichen Ort mit reicher Vergangenheit, lebendiger Gegenwart und offenem Blick in die Zukunft.